Poitou-Esel

der Familie Ellermann

Land und Forst Baudet du Poitou Grossesel Esel Riesenesel DonkeyGutmütig und stur-aber nicht dumm

Großesel
Nahezu ausgestorben war die Großeselrasse "Baudet du Poitou" vor rund 30 Jahren. Mittlerweile gibt es weltweit wieder 600 bis 700 der zottigen Tiere zwei von ihnen leben seit einigen Wochen in Rehburg."Der Esel-Verrückte in der Familie bin ich ",sagt Frank Ellermann und krault die neun Monate alte Belle zärtlich hinter den großen Ohren. Belle ist im Heidelberger Zoo geboren, im Juni hat Frank Ellermann sie gekauft und auf eine Weide in Rehburg gebracht.

Wenige Schritte neben Belle grast Shiva. Die zweijährige Esel-Stute ist der Chef der kleinen Herde und stammt von einem Züchter aus dem Taunus. Auch sie ist erst seit einigen Wochen bei Ellermann. Langes, braunes, ein wenig zotteliges Fell haben beide, Shiva ist mit rund 1,40 Meter Stockhöhe nahezu ausgewachsen. Die Größe und die Fellfarbe unterscheiden die Großesel von Eseln. die gelegentlich auf deutschen Weiden zu sehen sind. Aber andere Attribute, die Eseln seit Jahrhunderten zugeschrieben werden, hat auch die alte französische Rasse. Gutmütig seien sie, sagt Ellermann, stur aber nicht dumm. Und die langen Ohren zeigen unverkennbar, dass es sich bei diesen Tieren keinesfalls um Pferde handelt.

Beim Urlaub an der Ostsee vor einigen Jahren fing die Esel-Leidenschaft des Rehburgers an. In einem Eselpark wurde Kutschfahrten mit vorgespannten Grautieren angeboten. Anschließend begann Ellermann, im Internet zu forschen. Die Großesel hatten es ihm schnell angetan. Bis zum Kauf der beiden Esel, mit denen er eine Zucht beginnen will, vergingen aber noch einige Jahre. Großesel seien die Eselrasse, die in Zuchtbücher am weitesten zurückverfolgt werden können, erzählt Ellermann. Bis an das Ende des 19 Jahrhunderts reichen die Aufzeichnungen. braunes Fell bereits bei Napoleon gewesen. Pferde-Stuten habe der Feldherr von Esel-Hengsten decken lassen und die Maultiere aus diesen Verbindungen vor seine Kanonen gespannt.

Die Entspannung, die anderebeim Angeln genießen könnten, bekäme er bei einem Besuch auf der Weide von Belle und Shiva, sagt Ellermann und krault den beiden Tieren weiter das Fell. Irgendwann wolle er versuchen, die beiden vor eine Kutsche zu spannen, doch das habe noch Zeit. Und im Kommenden Jahr, da sei für Shiva bereits eine Reise in den Taunus geplant. Dort solle sie gedeckt werden. Auf das erste Fohlen, das nach 375 Tagen Tragzeit auf die Welt komme, freue er sich schon heute. Allein bleiben sollen Belle und Shiva auf keinen Fall und vielleicht gelinge es ihm sogar, andere Menschen mit seiner "Esel-Verrücktheit" anzustecken. Im Fernsehen habe er gerade einen Beitrag über Esel in der Türkei gesehen. Die Preise für die Tiere seien dort angesichts der steigenden Energiekosten sprunghaft nach oben gegangen - Esel benötigen fürs Fortkommen eben kein Benzin, sondern nur ein wenig Gras. Das Auto sollten ihm seine Esel aber nicht ersetzen, schmunzelt Ellermann.      

Quelle:  21 August 2008 Land & Forst Nr.34
Autorin: Beate Ney-Janßen
Poitou`s der Fam. Ellermann

Auto Club Europa Jetzt geht´s zurück
Manchmal kündigen sich Zeitwenden mit einem lauten Knall an. Wie beispielsweise der große Meteoriteneinschlag vor zig Millionen Jahren, der wahrscheinlich nicht nur die Dinosaurier ausgerottet, sondern auch das ganze Leben auf unserem Planeten nachhaltig verändert hat. Doch die meisten großen Veränderungen geschehen schleichend. Auf einmal hat sich die Welt gewandelt und niemand kann mehr sagen, wie es dazu kam. Wann und wie fing es an?
Es gibt sie, die kleinen und versteckten Signale, dass etwas im Fluss ist, dass eine Veränderung ansteht. So war beispielweise vor einigen Tagen in den Zeitungen eine klitzekleine Meldung zu lesen, dass der stetig steigende Ölpreis gravierende Auswirkungen in Zentralanatolien hat. Da sich viele Bauern den Treibstoff für ihre Traktoren nicht mehr leisten können, halten sie es nach alter Väter Sitte und setzen auf ihren Feldern Esel ein. Nun hat dieser Esel-Trend allerdings dazu geführt, dass sich die Preise für die grauen Langohren in nur einem Jahr weit mehr als versechsfacht haben. Die Anzahl der Tiere hat sich im selben Zeitraumnahezu verdoppelt.
Und was hat das jetzt alles mit uns im Herzen Europas zu tun? Anatolien ist weit und Esel sind - zumindest auf deutschen Feldern und Äckern - weit und breit nicht zu sehen. Aber ist nicht vielleicht genau das der alles entscheidende Fehler im Bild? Da die Ölreserven immer weniger werden und der Preis stetig steigt, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande die ersten Traktoren wegen Spritmangel stehen bleiben. Das Geschrei wird groß sein. Denn nicht nur, dass in Deutschland ein eklatanter Esel-Mangel herrscht, schwerwiegender ist der Mangel an Menschen, die wissen, wie man ohne Maschinenhilfe die Felder bestellt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden sich die Kräfteverhältnisse umkehren. Wir in der Ersten Welt werden auf Entwicklungshilfe aus der Dritten Welt angewiesen sein - denn dort hat man nie verlernt, mit Eseln umzugehen. 
Die Moral von der Geschicht? Wer heute schlau ist, investiert nicht in Öl, Aktien oder Gold. Ochsen und Esel sind das Investitionsobjekt der Zukunft mit garantierter und dauerhafter Wertsteigerung.

Quelle: Auto Clup Europa Heft 10   15.Oktober.2008
Autorin: Martina Glücks Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Jetzt geht`s zurück

Harke Jetzt geht´s zurück
Manchmal kündigen sich Zeitwenden mit einem lauten Knall an. Wie beispielsweise der große Meteoriteneinschlag vor zig Millionen Jahren, der wahrscheinlich nicht nur die Dinosaurier ausgerottet, sondern auch das ganze Leben auf unserem Planeten nachhaltig verändert hat. Doch die meisten großen Veränderungen geschehen schleichend. Auf einmal hat sich die Welt gewandelt und niemand kann mehr sagen, wie es dazu kam. Wann und wie fing es an?
Es gibt sie, die kleinen und versteckten Signale, dass etwas im Fluss ist, dass eine Veränderung ansteht. So war beispielweise vor einigen Tagen in den Zeitungen eine klitzekleine Meldung zu lesen, dass der stetig steigende Ölpreis gravierende Auswirkungen in Zentralanatolien hat. Da sich viele Bauern den Treibstoff für ihre Traktoren nicht mehr leisten können, halten sie es nach alter Väter Sitte und setzen auf ihren Feldern Esel ein. Nun hat dieser Esel-Trend allerdings dazu geführt, dass sich die Preise für die grauen Langohren in nur einem Jahr weit mehr als versechsfacht haben. Die Anzahl der Tiere hat sich im selben Zeitraumnahezu verdoppelt.
Und was hat das jetzt alles mit uns im Herzen Europas zu tun? Anatolien ist weit und Esel sind - zumindest auf deutschen Feldern und Äckern - weit und breit nicht zu sehen. Aber ist nicht vielleicht genau das der alles entscheidende Fehler im Bild? Da die Ölreserven immer weniger werden und der Preis stetig steigt, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande die ersten Traktoren wegen Spritmangel stehen bleiben. Das Geschrei wird groß sein. Denn nicht nur, dass in Deutschland ein eklatanter Esel-Mangel herrscht, schwerwiegender ist der Mangel an Menschen, die wissen, wie man ohne Maschinenhilfe die Felder bestellt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden sich die Kräfteverhältnisse umkehren. Wir in der Ersten Welt werden auf Entwicklungshilfe aus der Dritten Welt angewiesen sein - denn dort hat man nie verlernt, mit Eseln umzugehen.
Die Moral von der Geschicht? Wer heute schlau ist, investiert nicht in Öl, Aktien oder Gold. Ochsen und Esel sind das Investitionsobjekt der Zukunft mit garantierter und dauerhafter Wertsteigerung.

Quelle: Auto Clup Europa Heft 10 15.Oktober.2008
Autorin: Martina Glücks Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Jetzt geht`s zurück

Jetzt geht´s zurück
Manchmal kündigen sich Zeitwenden mit einem lauten Knall an. Wie beispielsweise der große Meteoriteneinschlag vor zig Millionen Jahren, der wahrscheinlich nicht nur die Dinosaurier ausgerottet, sondern auch das ganze Leben auf unserem Planeten nachhaltig verändert hat. Doch die meisten großen Veränderungen geschehen schleichend. Auf einmal hat sich die Welt gewandelt und niemand kann mehr sagen, wie es dazu kam. Wann und wie fing es an?
Es gibt sie, die kleinen und versteckten Signale, dass etwas im Fluss ist, dass eine Veränderung ansteht. So war beispielweise vor einigen Tagen in den Zeitungen eine klitzekleine Meldung zu lesen, dass der stetig steigende Ölpreis gravierende Auswirkungen in Zentralanatolien hat. Da sich viele Bauern den Treibstoff für ihre Traktoren nicht mehr leisten können, halten sie es nach alter Väter Sitte und setzen auf ihren Feldern Esel ein. Nun hat dieser Esel-Trend allerdings dazu geführt, dass sich die Preise für die grauen Langohren in nur einem Jahr weit mehr als versechsfacht haben. Die Anzahl der Tiere hat sich im selben Zeitraumnahezu verdoppelt.
Und was hat das jetzt alles mit uns im Herzen Europas zu tun? Anatolien ist weit und Esel sind - zumindest auf deutschen Feldern und Äckern - weit und breit nicht zu sehen. Aber ist nicht vielleicht genau das der alles entscheidende Fehler im Bild? Da die Ölreserven immer weniger werden und der Preis stetig steigt, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis auch hierzulande die ersten Traktoren wegen Spritmangel stehen bleiben. Das Geschrei wird groß sein. Denn nicht nur, dass in Deutschland ein eklatanter Esel-Mangel herrscht, schwerwiegender ist der Mangel an Menschen, die wissen, wie man ohne Maschinenhilfe die Felder bestellt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt werden sich die Kräfteverhältnisse umkehren. Wir in der Ersten Welt werden auf Entwicklungshilfe aus der Dritten Welt angewiesen sein - denn dort hat man nie verlernt, mit Eseln umzugehen.
Die Moral von der Geschicht? Wer heute schlau ist, investiert nicht in Öl, Aktien oder Gold. Ochsen und Esel sind das Investitionsobjekt der Zukunft mit garantierter und dauerhafter Wertsteigerung.

Quelle: Auto Clup Europa Heft 10 15.Oktober.2008
Autorin: Martina Glücks Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Jetzt geht`s zurück

Auch die Töchter der Familie lieben die Esel. Monique (6) und Angelique (8) kuscheln sich ins weiche Fell der Stuten und betteln, damit ihr Vater sie einmal auf deren Rücken hebt. Die Jüngste, Veronique , wuselt mit ihren 16 Monaten unerschrocken unter den Köpfen der Tiere durch und versucht, Streicheleinheiten auszuteilen. Angelique zeigt eine Esel-Laterne, die sie mit ihrer Mutter gebastelt hat. Und auf dem Dach der Ellermans zeigt kein Wetterhahn, sondern ein Wetter-Esel, woher der Wind weht. Die vier Esel-Damen jedenfalls nehmen das Treiben um sie herum mit stoischer Gelassenheit hin.



Quelle: Die Harke vom 29 Juli 2009 Nr.174

Ein wilder Eselritt ohne Bocksprünge
Geburtstagsüberraschung kommt gut an
Rehburg (jan). Einen seiner ersten öffentlichen Auftritte hat der Poitou-Esel "Rosebud" hervorragend gemeistert. Zum 40. Geburtstag des Rehburgers Lars Hainke sollte er diesen für einige Runden auf dem Rehburger Marktplatz auf seinem Rücken dulden. Geduldig ließ der Esel den Ritt über sich ergehen und nahm zum Abschluss auch die Liebesbezeigungen des Geburtstagskindes - einen herzhaften Kuss auf die Nase - ungerührt über sich ergehen.
Rosebud ist einer der Großesel aus der Zucht des
Rehburgers Frank Ellermann Foto:p
Mit einen herzhaften Kuss auf die Schnauze bedankt sich der Reiter.

Quelle: Meerregion Stadtanzeiger Ausgabe 44 vom 29. Oktober 2009

Gelassenheit ist ihre Stärke

Leicht zu finden ist der Hof von Frank Ellermann in Rehburg, denn bereits auf dem Dach zeigt kein Wetterhahn, sondern ein Wetter-Esel, woher der Wind weht.

Ganz besonderen Eseln hat sich der KFZ Meister verschrieben - den Baudet du Poitou - sogenannte Riesenesel, deren Ursprungsland Frankreich ist. Vor 30 Jahren fast ausgestorben, gibt es heute wieder ungefähr 700 Zuchttiere von diesen zottigen Großeseln weltweit. Hengste erreichen ein Stockmaß bis zu 1,50 m, Stuten sind etwas kleiner und werden bis zu 1,40 m groß. Dabei bringt so ein Eselhengst auch schon einmal 450 kg auf die Waage.

In Frankreich nutzte man den Poitou in der Kreuzung mit der Kaltblutrasse Boulonnais zur Zucht von schweren Maultieren. In der Regel haben Esel hohe schmale und sehr harte Hufe, bei den Poitou werden sie allerdings breiter, mit ca 12 cm Durchmesser gewünscht.

Vier Stuten sind in der Zwischenzeit in Rehburg beheimatet und laufen hinter dem Haus der Ellermanns gemeinsam auf der Weide. Ruhig und friedlich geht es zu, denn die Stuten sind untereinander sehr verträglich. Stolz präsentiert Frank Ellermann seine vier: Die zweijährige Belle und Shiva mit den vielen Locken. Dazu Sabrina, deren Markenzeichen ihre gewaltigen Schlappohren sind. Beide sind 3 Jahre alt. die vierte im Bunde ist die kurzhaarige Rosebud (4 Jahre), eine besondere Schönheit mit ihrem seidig glänzenden Fell. Außer Belle erwarten alle drei im kommenden Mai Nachwuchs.

Als Vatertier wurde De Gaulle ausgesucht, ein poitoueselhengst der in Schleswig-Holstein in Europas größten Zoo für bedrohte Haustierrassen - der Arche Wader - leben. Greenpeace unterstützte den Aufbau dieses Zoos. Dort tummelten sich die Eseldamen mit dem imposanten De Gaulle sechs gemeinsame Wochen auf der Weide.

Maximal 10 esel sollen es mal werden, die dann hinterm Haus so ab und an das ihnen eigentümlich "i - ah" erschallen lassen. Rosebud und Sabrina haben übrigens eine lange Reise hinter sich. Sie wurden in Texas geboren und als ihre Besitzer nach Frankreich umsiedelten, reisten die beiden Eseldamen mit über den Atlantik. In Frankreich entschied der Texaner seine Esel doch zu verkaufen und Frank Ellermann machte sich auf die 1200 km weite Reise, um sich die Esel anzusehen und einen zu kaufen. Doch sicher haben Rosebud und Sabrina ihren ganzen Charme spielen lassen- letztendlich reisten beide in die Region ans Steinhuder Meer. Auch Ehefrau Angela und die drei Töchter Angelique (8), Monique (6) und Veronique (16Mon) lieben die Esel und können gar nicht oft genug im Fell der freundlichen Damen kuscheln.

Ruhe und Gelassenheit strahlen die Stuten aus, wenn man sich zwischen ihnen bewegt - einer der Gründe, warum Frank Ellermann sie sich zulegte. Pferde seien ihm wegen des lebhafteren Temperaments immer etwas suspekt gewesen. Für die Freizeit suchte er einen ruhigen Ausgleich. Neben der Zucht möchte er seine Esel zum Wandern und spazieren gehen einsetzen. Eventuell sollen sie auch gefahren werden.- Doch erst einmal erwartet die Familie den Nachwuchs im kommenden Jahr. Man überlegt schon allerlei Namen. Bei den Poitou erfolgt die Namensgebung nach dem Alphabet und im Jahr 2010 beginnen alle Fohlen dann mit dem Buchstaben A. Allerdings werden die letzten Buchstaben des Alphabets wie X, Y und Z weggelassen, da es zu schwer ist, hier genügend Namen zu finden.

Die Poitou erhalten keine Brandzeichen, sondern werden gechipt. Durch diese seltene Eselrasse ist die Region am Steinhuder Meer um eine weitere Besonderheit bereichert- nicht nur seltene Vogelarten und Wasserbüffel zur Landschaftspflege können beobachtet werden, auch Familie Ellermann zeigt ihre Zuchtperlen Interessierten nach Voranmeldung gerne.

Quelle: Der Pferde-Zirkel November / Dezember VI / 2009
Autorin Marianne Schwöbel

Facebook